
Info über unsere WetterwebApp:
Neue Wetterkarten und ausgebauter Unwetterbereich in unseren Paketen:
In unseren aktuellen Paketen stehen euch diese detaillierten Wind und Niederschlagskarten bereits zur Verfügung. Damit lassen sich Föhnlagen, Staueffekte und Niederschlagsgrenzen noch besser einschätzen.
Gleichzeitig wurde der Unwetterbereich in unserer WetterwebApp deutlich ausgebaut und wird in den kommenden Wochen weiter erweitert. Ziel ist es, markante Wetterlagen, Starkniederschläge, Sturm und Schneefall künftig noch früher und übersichtlicher darzustellen.
So behaltet ihr auch bei komplexen Wetterlagen jederzeit den Überblick.
Wetterblog für Österrreich:
In den kommenden Stunden und Tagen stellt sich über den Alpen erneut eine klassische Süd-Nord-Wetterteilung ein. Die aktuellen Karten zeigen eindrucksvoll, wie ein kräftiger Feuchteschub aus dem Mittelmeerraum in der Nacht auf Mittwoch den Süden Österreichs erreicht, während nördlich des Alpenhauptkammes ab Dienstag wieder föhnige Verhältnisse einsetzen.
Südseite: Deutlich zunehmende Niederschläge ab der Nacht auf Mittwoch!
Auf der Niederschlagskarte ist gut erkennbar, wie sich in der Nacht auf Mittwoch ein breites Niederschlagsband von Norditalien her gegen Südtirol, Osttirol, Kärnten und die südlichen Steiermark ausbreitet. Besonders entlang der Karnischen Alpen, der Karawanken und in den Dolomiten ist mit länger anhaltendem Niederschlag zu rechnen.
Je nach Höhenlage fällt der Niederschlag:
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in den Tälern teils als Regen,
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in mittleren Lagen als Schneeregen,
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in höheren Lagen verbreitet als Schnee.
Die Schneefallgrenze liegt meist zwischen 1000 und 1400 Metern, kann bei intensiveren Niederschlagsphasen aber auch etwas absinken. In den klassischen Südstaugebieten sind markante Neuschneemengen möglich.
Nordalpen und Alpenhauptkamm: Föhnschneisen ab Dienstag, aber nicht überall mild!
Ganz anders präsentiert sich die Lage nördlich des Alpenhauptkammes. Die Windkarte zeigt eine kräftige Südströmung, die sich ab Dienstag durch mehrere Alpentäler kanalisiert.
Typische Föhnschneisen sind:
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Wipptal,
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Raum Innsbruck,
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Salzachtal und Teile des Ennstals.....
Hier frischt der Südwind teils stürmisch auf, mit Böen von 60 bis 80 km/h, exponiert und auf den Bergen wie dem Patscherkofel auch darüber. In diesen Regionen wird es milder und oft auch sonniger.
Wichtig ist aber:
In vielen abgeschirmten Tälern ohne direkten Föhndurchgriff bleibt es weiterhin deutlich frischer. Dort hält sich die Kaltluft, die Temperaturen steigen nur wenig an. Auf engem Raum kann es daher große Temperaturunterschiede geben, mild in den Föhntälern, winterlich-kühl nur wenige Kilometer daneben.
Zentrale und östliche Landesteile: Übergangszone mit regionalen Unterschieden!
In Oberösterreich, Salzburg und Teilen Niederösterreichs liegt Österreich in einer typischen Übergangszone:
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In Föhnregionen mild, windig und meist trocken.
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In windgeschützten Becken und Tälern deutlich kühler, teils mit Hochnebel.
In Wien, dem Weinviertel und im Burgenland bleibt es überwiegend ruhig, meist bewölkt, mit nur geringem Niederschlagsrisiko und leicht steigenden Temperaturen.
Zusammengefasst:
Zur Wochenmitte zeigt sich eine ausgeprägte Zweiteilung:
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Süden: Feuchteschub, anhaltende Niederschläge, in den Bergen teils kräftiger Schneefall.
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Nordalpen: In den Föhnschneisen mild, windig und trocken,
in Tälern ohne Föhn bleibt es hingegen deutlich frischer und winterlicher. -
Rest Österreichs: Übergangszone mit großen regionalen Unterschieden.
Eine klassische Südstau–Föhn-Lage, die einmal mehr zeigt, wie unterschiedlich das Wetter in den Alpen auf kleinem Raum sein kann.
Euer Wetterfrosch Markus und Andrea von Sturm und Gewitterjagd Tirol